Familie Dorner

Dornerhof – aus der bewegten Geschichte eines Familienbetriebs

Für den Dorner Hof ist Geschichte schon immer untrennbar mit der Zukunft verbunden. Denn von Anfang heißt es lernen und den Hof weiterentwickeln. Beim kurzen Rückblick in die Vergangenheit zeigt sich, dass es schon früher Herausforderungen gibt, die es zu meistern gilt – und die gemeistert werden. Von jeder Generation.

Die Anfänge vom Dorner Hof
Unser Urgroßvater August Dorner kommt 1869 auf die Welt. Im Alter von fünf Jahren wird er Vollwaise, das Schicksal meint es zunächst nicht gut mit ihm. Doch er ist zielstrebig und arbeitet hart; so wird er auch der erste Bäcker in Sibratsgfäll. 1892 übernimmt er den Hof vom damaligen „Hirschenwirt“ Johann Peter Dorner. Seither ist der Dornerhof, der im Laufe der Jahrzehnte immer wieder erweitert wird, in Familienbesitz. Die Dorfbewohner schätzen August Dorner sehr. 1899 wird er – die Landwirtschaft behält er selbstverständlich – mit überwältigender Mehrheit zum Bürgermeister von Sibratsgfäll gewählt.

Zweite und dritte Generation
1928 übernimmt sein Sohn und unser Großvater (geb. 1902), ebenfalls auf den Namen August getauft, die gesamte Landwirtschaft. Er schafft es, den Hof erfolgreich auch durch die schweren Zeiten vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zu bringen. Mit 68 Jahren übergibt er 1970 den Hof an unseren Vater Josef, der den Dorner Hof ins neue Jahrtausend führt.

Ausflug: die Bäckerei Dorner
Untrennbar mit dem Dorner Hof verbunden ist die Traditionsbäckerei Dorner in Sibratsgfäll. Denn lange Zeit wird auf dem Hof gebacken. Erst 1974 übernimmt Onkel Engelbert Dorner die Bäckerei und wagt einen Neubau. Den Baugrund bekommt er übrigens von unserem Großvater bzw. von seinem Vater – also auch hier eine echte Familienangelegenheit. August Dorner (geb. 1970) übernimmt am 1. April 2014 die örtliche „Bäckerei Dorner“ von Onkel Engelbert. Und wie es sich für eine echte Familie gehört, packen er sowie seine Ehefrau und ihre vier Kinder auch schon mal auf dem Dorner Hof an.

Der Dornerhof heute – die vierte Generation
Markus Dorner (geb. 1977) und seine Frau Tanja übernehmen 2002 den landwirtschaftlichen Betrieb vom 1942 geborenen Vater Josef Dorner. Damit haben sie gut zu tun, denn es muss nicht bloß auf dem Hof gearbeitet werden – es müssen vor allem auch die beiden Kinder versorgt werden.

Voller Energie investieren Markus und Tanja viel Zeit und Geld in ihre Visionen und Ideen. Wird bis dahin der Hof ausschließlich als Milchviehbetrieb mit einer Jahresmilchmenge von 100.000 kg Milch geführt, steht nun eine Neuerung an. Es wird konsequent auf einen hochqualitativen Fleischbetrieb mit reiner Grasfütterung auf 25 ha Grünland umgestellt. Ein weiteres Projekt ist das eigene Biomasseheizwerk, welches am 11. November 2011 eröffnet wird und seither eine wichtige Energiequelle in Sibratsgfäll ist.

Die Familie hält zusammen
Selbstverständlich arbeiten die Eltern Gertrud und Josef Dorner noch gerne auf der „Hoamat“ und sind auf dem Hof nicht wegzudenken. Einmal Landwirt – immer Landwirt.

Auch ihr Sohn Bernhard Dorner (geb. 1973, Schulleiterin Langenegg, verheiratet, eine Tochter) ist ebenfalls immer zur Stelle, wenn es zur Heuernte geht. Im Sommer bewirtschaftet er gemeinsam mit seiner Frau und ihren Geschwistern eine Galtviehalpe in Balderschwang (Grenzgebiet Hittisau).

Irmina (geb. 1969) und Johanna (geb. 1980), Töchter von Gertrud und Josef, gründen ihre eigenen Familien und verlassen den elterlichen Hof. Trotzdem sind sie natürlich immer zur Stelle, wenn helfende Hände gebraucht werden.

 

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